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Eine Stoffwechselstörung liegt immer dann vor, wenn der natürliche Ablauf des Stoffwechsels nicht so läuft, wie es normalerweise richtig ist. Einige Arten der Stoffwechselstörungen können auf genetische Ursachen zurückzuführen sein, andere wiederum sind selbst erworben und lassen sich medizinisch beheben, oder einfach durch die Veränderung der aktuellen Lebensweise. Denn vielfach lassen sich die Störungen einfach durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung beheben. Wir möchten hier einen kleinen Überblick zu den Störungen an sich schaffen als auch den Symptomen, sowie den eventuellen Behandlungsmöglichkeiten.

Was für Stoffwechselstörungen gibt es?

Bei Stoffwechselstörungen gibt es unterschiedliche Ursachen, die eine solche hervorbringen können. Häufig zeigen sich Stoffwechselstörungen in folgenden Formen:

  • Erhöhung der Stoffwechselzwischenprodukte
  • Transport von Stoffen im Körper wird behindert
  • Die Produktion von ungewöhnlichen Stoffen wird gefördert
  • Stoffwechselprodukte werden gespeichert, obwohl sie es nicht sollten

Nachfolgend möchten wir die bekanntesten Störungen des Stoffwechsels kurz im Detail erläutern.

Einzelne Stoffwechselstörungen erklärt

Stoffwechselstörungen gibt es in großer Anzahl. Wir werden uns bei der Erklärung einiger relativ minimalistisch verhalten und nur die wichtigsten und einige der Bekanntesten erläutern:

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Eigentlich ist es eine Gruppe an Zuckerkrankheiten, die bei dieser Stoffwechselstörung vorliegt. Die Hauptursache dieser Krankheit ist das Insulin, welches vom Körper in zu geringer Anzahl produziert wird. Die Ursache dieser Krankheit kommt entweder durch die Genetik, oder etwaigen Umweltfaktoren. Bei einer genetischen Veranlagung bezeichnet man sie auch als Jugenddiabetes. Als Umweltfaktoren werden auch Gluten für die Ursache verantwortlich gemacht, die vor allem die Darmflora negativ beeinflussen und somit zur Stoffwechselstörung führen.

Ketose

Ketose

Bei der Ketose liegt ein Stoffwechselzustand vor, bei dem die Ketonkörper in zu hoher Anzahl produziert werden. Die Zuführung von Glucose schafft in der Regel Besserung. Auch kann ein viel zu lange anhaltender Hungerzustand die Ursache für eine Ketose sein. Sie entsteht häufig im Zuge einer Diät, oder der Fastenzeit, bei denen eine niedrige Kohlenhydratzufuhr gefordert wird. Erkennbar ist es vor allem am fruchtigen Mundgeruch oder Körpergeruch.

Morbus-Gruppe

Morbus-Gruppe

Zur Morbus-Gruppe gehören einige Stoffwechselkrankheiten, die sehr bekannt sind. Unter anderem Morbus Addison, Morbus Cushing, Morbus Hunter oder Morbus Fabry. Sämtliche Stoffwechselstörungen hängen vor allem mit den Nebennieren zusammen und verursachen Probleme in Form einer Gewichtszunahme. Typisch für Morbus Cushing ist beispielsweise eine verringerte Muskelmasse und erhebliche Gewichtszunahme. Man spricht auch oft von einem Mondgesicht oder einer Stammfettsucht. Morbus Gaucher ist in erster Linie eine Erbkrankheit, die nur schwer behandelbar ist. Sie gehört zur Gruppe der Stoffwechselkrankheiten, die beim Fettstoffwechsel eine Beeinträchtigung herbeiführen. Morbus Hunter zeigt sich dagegen in Form von Gesichtsveränderungen, Schwerhörigkeit, einer Wachstumsverzögerung oder weiteren Symptomen.

Mukoviszidose

Mukoviszidose

Bei dieser Stoffwechselstörung verändert sich die Qualität der Sekrete, die von exokrinen Drüsen erzeugt werden. Sowohl in der Bauchspeicheldrüse, Leber, in den Geschlechtsorganen und dem Dünndarm zeigen sich die Symptome. Diese Krankheit ist derzeit nicht heilbar. Je nach betroffener Körperregion kann es zu Lungenentzündungen kommen, Uhrglasnägeln, oder Abzessen. Im Bereich der Verdauung und Bauchspeicheldrüse zeigt sich eine erhebliche Problematik in Bezug auf die Verarbeitung von Glucose. Die meisten sind intolerant in Bezug auf Glucose.

Thesaurismose

Thesaurismose

Bei der Thesaurismose handelt es sich um die sogenannte Speicherkrankheit. Die Stoffwechselstörung zeigt sich in unterschiedlichen Formen, ist sogar in Verbindung mit anderen Störungen möglich, beispielsweise zusammen mit Morbus Gaucher.

Woran erkenne ich ob ich eine Stoffwechselstörung habe?

Woran erkenne ich ob ich eine Stoffwechselstörung habe?

StoffwechselstörungenAnhand des Blutbildes lässt sich bereits feststellen, ob Stoffwechselstörungen vorliegen. Dabei ist es auch vollkommen egal welcher Stoffwechseltyp man selbst ist. Häufig sind die Blutfette erhöht, sowie der Aminosäuren- und Eiweißstoffwechsel gestört. Hierbei wird die Produktion von Hämoglobin gestört. Infolge eines gestörten Kohlenhydratstoffwechsels kann die Zuckerkrankheit Diabetes entstehen. Mangelt es dem Blut an Phosphat, kann der Mineralstoffwechsel gestört sein. Je nachdem, welche Stadien des Stoffwechsels gestört sind, kann diese den Menschen förmlich von innen heraus vernichten. Werden beispielsweise zu viele Substrate im Körper angehäuft, wird dieser langsam vergiftet.

Im Volksmund kann man auch sagen, dass man bei Stoffwechselstörungen häufig unter Magen-Darm-Problemen leidet, dementsprechend auch Durchfälle oder Verstopfungen hat. Außerdem fühlt man sich generell immer schlapp und keinesfalls ausgeruht. Denn der Körper verstoffwechselt nur noch die Stoffe, die für den Körper zu wenig Nährstoffe bieten. Spätestens dann ist ein Umdenken erforderlich. Und natürlich zeigt sich der gestörte Stoffwechsel auch häufig in der Form, dass unkontrolliert Pfunde angehäuft werden, bei denen man sich nicht erklären kann, woher diese kommen. Man sollte bei dieser ersten Einschätzung sehr selbstkritisch sein, aber darauf achtgeben, wie der Körper reagiert.

Wo kann ich mir dazu Hilfe holen und welche?

Wo kann ich mir dazu Hilfe holen und welche?

Da es den meisten Fällen bereits zu spät ist, um ein selbständiges Umdenken einzuleiten, ist in erster Linie die Hilfe eines Arztes oder Facharztes erforderlich. Dieser überprüft zunächst den Zustand der Stoffwechselstörung und stellt eine Diagnose. Denn Arten an Störungen gibt es schließlich genügend. Anhand dieser Diagnose ist dann im Anschluss eine entsprechende Behandlung möglich, sofern die Diagnose dies zulässt. Handelt es sich um eine Erbkrankheit, ist es dennoch möglich, eine Besserung zu erzielen, welche häufig medikamentös vorgenommen wird.

Wichtig ist in jedem Fall, dass der Patient eine fachkundige Hilfe bekommt, die sich mit Stoffwechselkrankheiten auskennt. Wird die Störung in einem frühen Stadium festgestellt, ist es noch möglich, selbst etwas an der Ursache zu ändern. So kann beispielsweise ein gutes Sportprogramm und eine darauffolgende, fachgerechte Umstrukturierung des Ernährungsplanes sehr hilfreich sein, um einige der Symtome innerhalb kurzer Zeit zu verringern. Es ist jedoch immer empfehlenswert, zunächst einen Arzt damit zu beauftragen, ein Blutbild zum Stoffwechsel anfertigen zu lassen. Er kann einem zudem auch Präparate verschreiben, welche den eigenen Zustand verbessern. In manchen Fällen liegt beispielsweise nur eine Schilddrüsenunterfunktion oder -überfunktion vor, die mit Tabletten behandelt werden kann. Diese muss man zwar sein Leben lang einnehmen, doch fördern sie den Stoffwechsel und sorgen dafür, dass beispielsweise Fetteinlagerungen, wie sie bei einer Unterfunktion völlig natürlich sind, reduziert werden.

 

Nicht alle der Stoffwechselkrankheiten sind heilbar, weswegen es immer gut ist, einen Fachmann an der Hand zu haben, der sich damit auskennt. Auch eine Stoffwechselanalyse hilft in solchen Fällen immer weiter. Selbst wenn man gerne abnehmen möchte, sollte man sich im Vorfeld eingehend über das Vorgehen informieren. Denn wie eben bei den Störungen bereits beschrieben, führen manche Diäten auch zu einer absoluten Unterversorgung, welche den Stoffwechsel total durcheinander bringt. Wer abnehmen möchte, kann dies sicherlich irgendwie umsetzen. Eine fachkundige Hilfe ist dabei jedoch immer empfehlenswert.

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Ein Kommentar oder Erfahrungsbericht

  1. Sehr informativer Beitrag, danke dafür =) es gibt eine hohe %zahl an Menschen die Probleme mit dem Stoffwechsel haben. Lg Lifepower Agentur

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