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Lässt Marihuana Sie abnehmen?

“Kann ich mit Marihuana abnehmen?” – So lautete die Frage einer unserer Leserinnen, auf die wir heute im Detail eingehen möchten. In diesem Artikel möchten wir nicht zum Drogenkonsum raten, versuchen das Thema jedoch objektiv zu beleuchten.

Tatsächlich lassen neueste Erkenntnisse aus Untersuchungen und Studien vermuten, Marihuana könne das Abnehmen unterstützen. Wie genau das Zusammenspiel von Cannabis und unserem Stoffwechsel beim Abnehmen helfen kann? Lesen Sie dazu folgenden Beitrag.

Mit Marihuana Gewicht verlieren

Schon seit der Entdeckung des Endocannabinoide-Systems ECS 1992, bei dem es sich neben dem Nerven- und Blutsystem um ein wichtiges Regulationssystem des menschlichen Körpers handelt, sind Forscher ständig daran interessiert, durch weitere Untersuchungen hinter das Geheimnis der Cannabinoide und ihre Wirkung auf den menschlichen Organismus zu kommen.

Zwar weiß man, dass sowohl Delta-9-Tetrahydrocannabinol THC als auch Cannabidiol CBD entspannende Effekte auf den Körper haben. Doch das ist nur ein kleiner Teil dessen, was in den Cannabinoiden der Hanfpflanze (Cannabis griechisch für Hanf) steckt. Darüber hinaus scheinen die Substanzen aus dem Harz der weiblichen Cannabisblüten – Terpene, Flavonoide und vor allem Cannabinoide THC und CBD – noch viele weitere therapeutische Eigenschaften zu besitzen:

  • schmerzstillend
  • entzündungshemmend
  • entspannend
  • krampflösend
  • Angst und Depressionen mindernd

Während ihrer Untersuchungen sind die Wissenschaftler unter anderem auch auf einige Effekte der Cannabinoide auf den Stoffwechsel gestoßen. So wurde festgestellt, dass THC Übelkeit lindert und den Body-Mass-Index herabsetzt und CBD die Eigenschaft besitzt, den Appetit zu hemmen. Nicht für jeden ist der Konsum von Marihuana aufgrund seiner berauschenden Wirkung eine Option. CBD dagegen wird in der Regel sehr gut vertragen und kann sowohl als CBD Öl als auch in Blütenform konsumiert werden. Viele benutzen einen Cannabis Verdampfer, der sich für klassisches Marihuana oder CBD Blüten eignet. 

Marihuana und der Stoffwechsel

Jeder, der schon einmal Cannabis konsumiert hat, wird sich vielleicht an einen anschließenden Heißhunger erinnern. Dieses Phänomen wird als „munchies“ bezeichnet und beschreibt das dringende Gefühl, sich unbedingt auf etwas Essbares stürzen zum müssen. Doch trotz dieses Effekts zeigen Studien, dass die Gefahr eines erhöhten Body-Mass-Index beziehungsweise einer drohenden Fettleibigkeit durch den Konsum von Marihuana ausbleiben. 

Auch CBD wurde bezüglich seiner Interaktion mit dem ECS und seiner Wirkung auf den Stoffwechsel untersucht. 

Das ECS besteht aus Rezeptoren, den CB1 und CB2 Rezeptoren, welche mit den körpereigenen Cannabinoide, den „Endocannabinoiden“ und anderen Enzymen in Wechselbeziehung stehen. Die Rezeptoren sind im gesamten Körper verteilt, vor allem im Gehirn und dem ZNS sowie in den Zellen des Immunsystems. Sie sind an vielerlei physiologischen Prozessen beteiligt, darunter zum Bespiel unsere Schmerzwahrnehmung, Verdauungsprozesse und Leberfunktionen. Außerdem ist das ECS in die Regulation von Energiehaushalt und Stoffwechsel involviert. 

Es zeigt sich, dass eine Stimulation des Endocannabinoid-Systems durch CBD die Aufnahme von Nährstoffen intensiviert, was wiederum die Aktivität des Verdauungsprozesses und der Umwandlung von Nahrung in Energie ankurbelt. Bislang stehen die Forscher hier größtenteils noch buchstäblich im Dunkeln. Dennoch bringen immer mehr Studienergebnisse nach und nach Licht in die Angelegenheit. 

Das Cannabis Phänomen des schnellen Stoffwechsels

In einer Studie aus dem Jahre 2011 untersuchten französische Forscher die Entwicklung bezüglich der Entstehung einer Fettleibigkeit bei Konsumenten von Cannabis gegenüber einer Kontrollgruppe, die kein Cannabis konsumierte innerhalb eines Jahres. Dabei konnten sie nachweisen, dass die Cannabiskonsumenten mit einer Neigung zur Entwicklung einer Fettleibigkeit von 14,3 – 17,2 Prozent deutlich weniger gefährdet waren, als die Kontrollgruppe ohne Cannabiskonsum mit 22,0 – 25,3 Prozent. 

Forscher aus den USA nahmen sich ebenso des Problems an und bildeten eine Forschungsgruppe, die sich mit den Wirkungen von Cannabis auf die Insulinfunktionalität beschäftigte. Die Ergebnisse veröffentlichten sie im „American Journal of Medicine“, einem angesehenen US-Fachmagazin und gaben an, dass es erste Hinweise darauf gibt, dass Cannabis hilfreich bei der Prävention für Diabetes Mellitus sein könnte. So wurde nachgewiesen, dass ein regelmäßiger Konsum den Blutzuckerspiegel positiv beeinflusst und das selbst bei einem erhöhten Cholesterinspiegel. Hierbei handelt es sich um wichtige Erkenntnisse, die auch für die Behandlung von Fettleibigkeit eine Rolle spielen.

Auch koreanische Forscher veröffentlichten diesbezüglich erfreuliche Ergebnisse. Sie fanden 2016 heraus, dass CBD in der Lage ist, die Kalorienverbrennung anzukurbeln und die Neubildung von Fettzellen in unserem Körper zu verringern. Um diese Erkenntnisse zu verstehen und zu vertiefen sind weitere Forschungen notwendig.

Schlank bleiben mit Cannabis

Der Konsum von Marihuana oder Cannabis könnte also dazu geeignetsein, ein gesundes Gewicht zu unterstützen und die Produktion von Fettzellen in unserem Körper herabzusetzen. Und auch wenn die Studien zu diesem Thema noch recht dünn gesät sind, scheint das Interesse der Forscher geweckt. 

Doch bei all diesen positiven Erkenntnissen darf auf keinen Fall vergessen werden, dass die Substanzen der Cannabispflanze allein nicht in der Lage sind unseren Körper schlank und gesund zu machen. Egal, ob man nun CBD-Öl einnimmt oder Marihuana legal konsumiert – um das Idealgewicht zu erreichen, bedarf es zusätzlich einer gesunden Ernährung, ausreichender Bewegung und einem hohen Maß an Disziplin und Willenskraft. 

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