So verändert sich der Stoffwechsel bei einer Erkältung

Eine Erkältung bringt den Stoffwechsel auf Trab

Wenn die Viren und Bakterien in der Herbst- und Winterzeit ihre Hochsaison haben, fallen viele Menschen einer Erkältung zum Opfer. Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen sind die Folge. Der Körper gerät in ein sehr anstrengendes Programm zur Bekämpfung der Viren und Bakterien und braucht viel Energie. Der Stoffwechsel wird beschleunigt und man fühlt sich schnell ausgelaugt. Damit Sie von der Erkältung nicht zu sehr beansprucht werden, sollten Sie in dieser Zeit den Mehrbedarf Ihres Körpers gut beobachten und ihn mit den wichtigsten Nährstoffen versorgen.

Fieber hilft beim Kampf gegen die Erkältung

Der veränderte Stoffwechsel während einer Erkältung zeigt sich vor allem durch den Ausbruch von Fieber. Eine erhöhte Temperatur oder Fieber verunsichern viele Kranke und die Eltern erkrankter Kinder. Dabei ist Fieber zunächst eine gesunde und wichtige Immunreaktion. Ob es sich um eine erhöhte Temperatur oder richtiges Fieber handelt, können Sie leicht mit einem Fieberthermometer und folgender Einteilung ablesen:

• 36,5°C – 37,4°C: Normal-Temperatur
• 37,5°C – 38,0°C: Subfebrile Temperatur
• 38,1°C – 38,5°C: Leichtes Fieber
• 38,6°C – 39,0°C: Mäßiges Fieber
• 39,1°C – 39,9°C: Hohes Fieber
• 40,0°C – 42,0°C: Sehr hohes Fieber

Sobald sich Viren und Bakterien nach der Ansteckung im Körper vermehren, reagiert der Körper mit der Bekämpfung der schädlichen Mikroorganismen. Die Körpertemperatur steigt an, um den Stoffwechsel zu beschleunigen und maßgeschneiderte Antikörper zu produzieren. Die erhöhte Temperatur hindert Bakterien außerdem daran, schützende Zellwände abzudichten und lässt körpereigene Killerzellen hinein. Das Fieber verändert den Stoffwechsel auch dahin, dass Eisen bindende Eiweiße gebildet werden. Da Bakterien Eisen zur Vermehrung benötigen, wird deren Wachstum stark gebremst.

Der Stoffwechsel während einer Erkältung: Fieber kostet den Körper Energie

Während einer Erkältung verändert sich der Stoffwechsel stark. Für jedes Grad Fieber steigt der Stoffwechselrate um zehn Prozent an. Es wird mehr Energie verbraucht und dementsprechend sollte auch mehr zugeführt werden. Eine gesunde Ernährung mit ausreichend Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen ist dabei besonders wichtig. Um den Mehrbedarf zu decken, können auch Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein.
So wichtig frische und gesunde Lebensmittel auch sind – während einer Erkältung sollte keine Diät gemacht werden. Essen Sie, worauf Sie Lust haben und versorgen Sie den Körper mit Wärme, Fett und Energie.
Neben der Ernährung sind auch viel Ruhe und Schlaf, ausreichend Trinken und im Ernstfall eine medikamentöse Therapie entscheidend für einen positiven Krankheitsverlauf. Achten Sie auf die Zeichen Ihres Körpers und suchen Sie bei hohem Fieber und schweren Erkältungssymptomen immer einen Arzt auf.

Bakterien aushungern, Viren füttern – stimmt´s?

Ein Forscherteam der US-Universität Yale hat bei Laborversuchen herausgefunden, dass energiereiche Nahrung nicht unbedingt zur Verbesserung der Erkältung beiträgt. Je nach Ursache sollte der Körper unterschiedlich mit Nahrung und Energie versorgt werden.
Bakterien sind eigenständige Lebewesen und benötigen Zucker für das Überleben und die Vermehrung. Bei einer Erkältung durch eine bakterielle Infektion sollte also wenig Zucker aufgenommen werden, um den Bakterien die Lebensgrundlage zu entziehen.
Viren dagegen sind bis zu hundert Mal kleiner als Bakterien und müssen für die Vermehrung körpereigene Zellen besiedeln und diese als Wirt ausnutzen. Sie profitieren nicht von aufgenommenen Zucker. Eine Ernährung nach Herzenslust ist in diesem Fall sehr hilfreich. Die energiereiche Nahrung unterstützt die Zellen bei der Abwehrarbeit und bekämpft so die Viren effektiv.

Nicht zum Essen zwingen

Trotz aller wissenschaftlichen Hinweise und Ratschläge sollten Sie immer zuerst auf den eigenen Körper hören. Während einer Erkältung weiß man selbst am besten, wann und worauf man Hunger hat. Zwingen Sie sich also nicht zum Essen, sondern achten Sie am besten auf die Bedürfnisse und Signal Ihres Körpers.


Datum:   12-11-2019

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