Wissenswertes

Wie beeinflusst CBD den Stoffwechsel?

Cannabis und seine wertvollen Inhaltsstoffe wie Terpene, Flavonoide und vor allem die Cannabinoide sorgen schon seit einiger Zeit für Aufmerksamkeit und großes Interesse in der Gesellschaft. Immer häufiger ist von den vielen positiven Effekten der Cannabinoide zu hören und auch die Forschung wird nicht müde, Untersuchungen und Studien durchzuführen, um mehr über die Wirksamkeit der pflanzlichen Substanzen zu erfahren. Ein besonders interessantes Thema ist die Wirkung von Cannabinoiden auf unseren Stoffwechsel. 

Cannabidiol – ein erfolgreiches Cannabinoid der Hanfpflanze

CBD – eines der bekannteste Cannabinoide, welches aus dem Blütenharz der weiblichen Hanfpflanze mittels aufwendiger CO2-Extraktion gewonnen wird, scheint immer mehr an Bedeutung zu gewinnen. Was anfänglich noch als vorübergehender Trend eingestuft wurde entpuppt sich mittlerweile als Dauerbrenner. CBD Öl, das erste und beliebteste CBD Produkt gibt es mittlerweile in allen möglichen Variationen zu kaufen. Und obwohl die rechtliche Lage zwischendurch recht undurchsichtig war, ist CBD Öl seit einigen Jahren präsent und beliebt. Unzählige Berichte zufriedener Anwender und immer wieder neu auftauchende Studien zu seiner positiven Wirkung auf den menschlichen Organismus machen es zu einem der beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel. 

Was macht Cannabidiol CBD mit unserem Stoffwechsel? 

Noch wissen die Forscher nur einen Bruchteil über die Wirksamkeit der Cannabinoide und ihrem Zusammenspiel mit dem menschlichen Endocannabinoid-System. Dennoch steht fest: Cannabidiol beeinflusst den Stoffwechsel und kann beim Abnehmen helfen

Studien zu CBD und dem Fettumbau

Bereits im Jahr 2016 wurde von koreanischen Forschern der Abteilung für Biotechnologie an der Daegu Universität zu diesem Thema eine Studie veröffentlicht. Diese beschäftigte sich mit der sogenannten Thermogenese (Erzeugung von Körperwärme durch Stoffwechselaktivität). Man stellte fest, das CBD in der Lage ist weißes (schlechtes) Fett in braunes (gutes) Fett umzuwandeln. Das hat zwei positive Effekte. Zum einen hilft die Umwandlung von weißem zu braunem Fett dem Körper bei der Kalorienverbrennung. Und zum anderen wird das weiße Fett, welches für Herzkrankheiten, Diabetes und weitere Krankheiten verantwortlich gemacht wird, von CBD reduziert. 

Weiterhin ist Cannabidiol in der Lage, Gene und Proteine zu aktivieren, welche für den Fettabbau verantwortlich sind. Zusätzlich kann es die Anzahl und Aktivitäten der Mitochondrien – der Kraftwerke unserer Zellen anheben, was dazu führt, dass unser Körper mehr Energie aufnehmen kann. Eine weitere Erkenntnis aus der Studie beschreibt die Fähigkeit von CBD, die Bildung spezieller Proteine zu verhindern, die für die Produktion neuer Fettzellen benötigt werden. 

Das Endocannabinoid-System ECS

Das Endocannabinoid-System des menschlichen Körpers wurde im Zuge der Cannabisforschung bereits 1992 entdeckt und hat sich neben dem Blut- und Nervensystem als ein wichtiges Regulierungssystem unseres Körpers entpuppt. Das ECS funktioniert durch eine Wechselbeziehung seiner Rezeptoren – CB1 und CB2 – mit den Endocannabinoiden (körpereigene Cannabinoide) und weiteren metabolischen Enzymen und ist an vielen wichtigen physiologischen Vorgängen beteiligt. Dazu gehören unter anderem die Energiespeicherung und der Nährstofftransport. Auch wird vermutet, dass es an der Regulierung der Insulinproduktion mitwirkt.

Die bis jetzt am bekanntesten Endocannabinoide sind Anandamid (Molekül der „Glückseligkeit“) und 2-AG (2-Arachadonylglycerol). Sie treten in Wechselbeziehung mit den Rezeptoren des ECS und stimulieren dadurch bestimmte Bereiche in unserem Körper, wie zum Beispiel den Magen-Darm-Trakt, die Bauchspeicheldrüse und die Skelettmuskulatur. Somit gehen Forscher davon aus, dass CBD zur Verstoffwechselung der aus der Nahrung aufgenommenen Substanzen beiträgt.

Dabei darf allerdings nicht vergessen werden, dass ebenso festgestellt wurde, dass eine Überstimulation des ECS auch zu gegenteiligen Effekten wie der Ansammlung von Bauchfett und einer verstärkten Energiespeicherung in Fettzellen führen kann. 

Die Forschung steht noch ganz am Anfang

Bei den verschiedenen Wirkungen von Cannabis auf unseren Organismus weisen Forscher darauf hin, dass es abhängig von den jeweiligen Cannabinoiden ist welche Effekte durch die Stimulierung des ECS auftreten. So fand man zum Beispiel in einer Studie an der School of Pharmacy an der University of Reading in Großbritannien an Ratten heraus, dass Cannabidiol CBD und Cannabinol CBN unterschiedliche Verhaltensweisen bei deren Nahrungsaufnahme auslösten. CBN erhöhte den Appetit und die Nahrungsaufnahme der Tiere und sorgte somit für eine Gewichtszunahme. CBD dagegen hemmte den Appetit und sorgte für eine Gewichtsreduktion. 

Wissenschaftler geben daher zu bedenken, dass die Forschungen noch am Anfang stehen und die Effekte der einzelnen Cannabinoide längst nicht alle erforscht sind. So konnte zum Beispiel festgestellt werden, dass eine Überstimulation der CB1 Rezeptoren das Risiko einer Erkrankung am metabolischen Syndrom nach sich ziehen kann. Dieses verursacht eine Reihe von Symptomen wie einen erhöhten Blutdruck und Blutzuckerspiegel, Fettablagerungen im Hüft- und Bauchbereich sowie einen überhöhten Cholesterinspiegel. Daher gehen die Forscher davon aus, dass CB1-Antagonisten (Hemmer, Gegenspieler) wie Cannabidiol bei der Behandlung des Metabolischen Syndroms eine wichtige Rolle spielen könnten. 

Fazit: 

Obwohl die bisher bekannten Forschungsergebnisse zeigen, dass CBD den Stoffwechsel auf verschiedene Art und Weise steuern kann, darf nicht vergessen werden, dass das Wissen um das ECS, die Cannabinoide und deren Zusammenwirken noch recht beschränkt sind. Es sind also weitere Forschungen nötig, um unser Verständnis für CBD und seine Effekte auf den Stoffwechsel zu erweitern und umfassend nutzen zu können. Das, was wir bisher wissen, macht allerdings Mut die Anwendung von Cannabidiol auszuprobieren. 

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